Fortbildungen für Ehrenamtliche

Das rechte Maß des Helfens
Wir beschäftigen uns mit Themen wie der Motivation für die ehrenamtliche Arbeit, der Wirkung, die die Arbeit auf die Flüchtlinge und die Gesellschaft hat sowie das Verhältnis von Nähe und Distanz. Gerade in der ehrenamtlichen Flüchtlingshilfe ist es wichtig, sich selbst Grenzen zu setzen und auf einen sorgsamen Umgang  mit den eigenen Ressourcen zu achten.


Wer hat wo den Hut auf?
Im Kontext der ehrenamtlichen Flüchtlingsarbeit ist die Zusammenarbeit von Haupt- und Ehrenamtlichen von besonderer Bedeutung. Wir beschäftigen uns mit folgenden Fragestellungen:

  • Wo laufen die Fäden wie zusammen, was muss abgesprochen werden?
  • Wie vermeiden wir Doppelstrukturen und gestalten die Unterstützung der Flüchtlinge effektiv?
  • Was bedeutet Hilfe zur Selbsthilfe und Empowerment von Flüchtlingen?
  • An welche Hauptamtlichen kann ich mich und können sich die Flüchtlinge wenden?

Interkulturelle Kommunikation – der „gute Umgang mit Unterschieden“
Ein guter, produktiver Umgang mit Vielfalt und Unterschieden kann gelernt werden. Dabei geht es um die Auseinandersetzung mit Wahrnehmung, Werten und Kulturen und ein Kennenlernen verschiedener Lebenswelten anhand von Fallbeispielen.


Konstruktive Kommunikation
Sicher kennen Sie Situationen, bei denen Sie schwierige Themen ansprechen müssen und nicht wissen, wie Sie das auf konstruktiver Ebene tun sollen, ohne Ihr Gegenüber zu verletzen. Kenntnisse von Kommunikationstechniken wie bspw. Aktives Zuhören und ICH-Botschaften sind einfach zu erlernen und können dabei helfen, eine wohlwollende Kommunikation auf Basis gegenseitigen Vertrauens herzustellen.


Umgang mit Rechtspopulismus/Argumente gegen rechts
Rechte Sprüche stehen auf der Tagesordnung. Ein Entgegentreten auf Basis von Fakten erscheint in der emotional überladenen Debatte oft wenig zielführend. Was aber tun, wie reagieren? Die Vermittlung eines  grundlegenden Verständnisses über rechtspopulistische Wirkungsweisen, Klarheit in der eigenen Haltung und Kenntnisse über Handlungs- und Kommunikationsstrategien sollen dabei helfen, sich in dieser Debatte sicherer zu fühlen.


Rechtslage der Flüchtlinge in Deutschland
Wenn es um geflüchtete Menschen geht, spielen meist Begriffe wie Asylsuchende, AylantragstellerInnen, Gestattete, Geduldete, Bleibeberechtigte etc. eine große Rolle. Um den Überblick in diesem Begriffs-Wirrwarr zu behalten, bieten wir Ihnen einen Einblick in das Asylverfahren sowie hinsichtlich der unterschiedlichen Formen von Aufenthalt vor, während und nach einem Asylverfahren. Dabei werden auch Informationen zum Flüchtlingsaufnahmegesetz von Baden-Württemberg und zum BAMF gegeben.


Die Anhörung im Asylverfahren
Das Herzstück des Asylverfahrens ist die Anhörung. Hier kann der/die Geflüchtete die Ursachen für Flucht, Verfolgung und Vertreibung zur Sprache bringen.
Welche Tipps gibt man geflüchteten Menschen? Auf was ist besonders in der Vorbereitung zu achten, welche Aspekte sind bereits vor der Ladung zu klären und wo liegen Stolperfallen?


Die Rolle des Beistands/der Beistandschaft
Macht es Sinn, geflüchtete Menschen als Beistand zur Anhörung zu begleiten? Was ist überhaupt die Funktion eines Beistands? Welche Rolle übernimmt der Beistand gegenüber dem Flüchtling?
Welche Regularien sind einzuhalten?
Was tun, wenn der Asylantrag abgelehnt wird?
Welche Formen der Ablehnung gibt es? Welche Konsequenzen ergeben sich daraus? Was bedeuten die im Ablehnungsbescheid genannten Rechtsmittel und Fristen? Wer, wie und wo erhält der abgelehnte Flüchtling Rechtshilfe? Kann ein Folgeantrag gestellt werden?


Härtefallantrag, Petition, Kirchenasyl
Härtefallantrag und Petition können für geflüchtete Menschen einen Ausweg bedeuten – aber welche Bedingungen sollten gegeben sein, damit diese Verfahren überhaupt Sinn machen?
Auch das Kirchenasyl als „ultima ratio“ braucht umfassende Vorbereitung – was ist zwingend zu klären?


Orientierung im Behördendschungel?
Flüchtlinge werden mit vielen Gesetzesgrundlagen konfrontiert, die oft schwer nachvollziehbar sind. Je nach Status bestimmen Asyl- und Aufenthaltsgesetz, SGB und Asylbewerberleistungsgesetz, Integrationsgesetz mit Wohnsitzauflage sowie Ausführungsvorschriften hinsichtlich Zugang zu Ausbildung und Arbeit weitere wichtige Schritte. Welche Rechte und Pflichten ergeben sich aus diesen Gesetzesgrundlagen? Wer hilft beim Zugang zu unterstützenden Angeboten? 


Integration - Von der Willkommenskultur zum Alltag 
Integration geschieht vor Ort im Wohnviertel, Stadtteil, in der Kommune – in diesem Workshop klären wir, was geflüchteten Menschen hilft, dort anzukommen.Welche Weichen sind von der aufnehmenden Gesellschaft zu stellen, damit Integration gelingen kann? Welche besondere Rolle spielen dabei die ehrenamtlich Engagierten?

Das Trauma im Fluchtkontext- Wie können wir hilfreich mit seelisch belasteten Flüchtlingen umgehen?
Die meisten der geflüchteten Menschen, die in Deutschland Schutz suchen, haben äußerst belastende Geschehnisse erlebt. Die Reaktionen und Verarbeitungsmechanismen sind jedoch sehr verschieden. Wie erkennen wir seelische Belastung und Traumatisierung ?
Welche „dos and don‘ts“ gilt es im Umgang mit traumatisierten Menschen zu beachten? In einem Workshop sollen konkrete Techniken und Hilfestellungen erläutert sowie Schutzfaktoren für die Helfer und die Grenzen ehrenamtlicher Arbeit besprochen werden.


Fluchtursachen
Niemand verlässt seine Heimat, seinen Besitz und oft sogar seine Familie ohne Grund. Dennoch sind weltweit über 65 Mio. Menschen auf der Flucht. Warum fliehen Sie, welche Schicksale stehen hinter den Zahlen und welchen Einfluss hat unser westlicher Lebensstil auf die Fluchtursachen? Darauf werfen wir gemeinsam einen Blick.